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Premiere: Auf was ich gespannt bin

 

Dieser Blog erschien ursprünglich am 24. Juli 2017 auf www.zap-o-guitar.com

 

 

In nicht mal einem halben Jahr wage ich einen Neuanfang. Nach 5 Jahren Mr. Twist schließe ich mich einer neuen Band an - The New Hornets. Mit dabei: Mein guter Freund Peter Schmidt am Piano und mein neuer guter Freund Rustam Guseinov am Schlagzeug. Ich habe keine Angst. Ich bin nicht nervös. Ich bin gespannt.

 

Ich weiß, dass es Leute geben wird, die das, was ich ab Januar auf die Bühne bringe, lieben werden. Weil sie mich mögen. Einfach so. Und weil wir Freunde sind. Ganz egal, wie die Band klingen wird.

 

Ich weiß aber auch, dass es Leute geben wird, die das, was ich machen will, hassen werden. Weil es nicht das ist, was sie gewohnt sind, weil es neu ist und nicht ihren Erwartungen entspricht. Und vielleicht auch, weil sie traurig darüber sind, dass sich „ihre“ Band aufgelöst hat.

 

Und das ist ok. Ich verstehe das. Ich habe genug Empathie, um mir vorstellen zu können, was in den Köpfen der Menschen da abgeht. Nach den ersten Konzerten mit Mr. Twist haben mir Leute direkt ins Gesicht gesagt: „Tom Twist waren viel geiler!“

 

Ok.

 

Manche fanden mein Nebenprojekt Pomaden Nomaden viel schlechter als  Mr. Twist und haben mir das auch - manchmal sehr deutlich und direkt - gesagt. Für andere war es genau anders herum. Mazel-tov!

 

Ok. Ich verstehe es.

 

Erwartung = Enttäuschung

 

Ich weiß, dass Menschen Erwartungen haben. Wenn diese Erwartungen erfüllt werden, sind sie glücklich. Wenn nicht, dann nicht. So einfach. Ich sage das, ohne es zu bewerten. Das ist nun mal so. So wie ich die Schwerkraft nicht bewerte. Sie ist einfach da.

 

Meine Aufgabe als Musiker ist es aber auch nicht, Erwartungen zu erfüllen. Ich sehe das so: Als Künstler will ich das, was in mir ist, ausdrücken. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Außerdem will ich ein erfülltes Leben führen, indem ich schöpferisch-kreativ etwas Erschaffe, was mir selbst gefällt. Mit dem zuallererst ICH glücklich bin.

 

Das ist auch der Grund gewesen, warum ich überhaupt meine erste Band gegründet habe. Ich wollte MEINE Musik machen, so wie ICH sie gern hören wollte. Diese Erklärung hört man übrigens oft in Interviews mit Musikern.

 

Dabei möchte ich Menschen begegnen, die sich davon begeistern, mitziehen und beglücken lassen. Letzten Endes geht es dann wieder um diese Leute. Ich mit meiner Band mit meiner Musik mit ihnen. Zusammen sind wir eine Gemeinschaft.

 

An alle, die nicht zu dieser Gemeinschaft gehören wollen: Es ist ok. Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr „eure“ Band finden werdet. Die "eure" Musik so spielt, wie ihr sie hören wollt. Aber bitte projiziert euer Unwohlsein nicht auf mich oder meine Musik oder meine Band.

 

Es kommen nicht die Songs, die du hören willst? Sorry, nicht meine Aufgabe. Es klingt dir nicht „authentisch“ genug (was auch immer das eigentlich heißen mag)? Sorry, aber ich mache Musik so, wie ich sie in mir fühle. Es ist alles viel zu laut? Ok, darüber können wir vielleicht reden. ;-)

 

[Edit: Das heißt aber NICHT, dass ich zu deiner Hochzeit nicht den Eröffnungswalzer spielen werde. Das heißt nicht, dass ich zu deinem 35. Geburtstag nicht deinen Lieblingssong spiele  werde.]

 

Das erste Konzert

 

Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind eine Kassette zu Weihnachten geschenkt bekam. Ich kannte fast keinen Song darauf. Ich war unglaublich gespannt, was da drauf zu hören sein wird. Ich habe die Kassette an dem Abend zwei Mal komplett durchgehört. Weil ich mich einfach über die Musik selbst gefreut habe. Ganz ohne Erwartungen.

 

Ich würde gern eine Maschine bauen, um eure Erinnerungen der letzten Jahre zu löschen. Nur für diesen einen Abend, an dem ihr zum ersten Mal ein Konzert der "The New Hornets" besucht. Oder ich würde euch gern die Ohren eines Kindes geben, das zum ersten Mal überhaupt eine Live-Band spielen sieht. Und dann würde ich gespannt fragen, wie es war.

 

Ich bin wirklich gespannt auf diesen ersten Abend. Und eure Reaktionen. Ich freue mich jetzt schon, euch zu sehen!

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